Gaggenau-Hörden

 

               

Hörden wird unter dem Namen“Herden“ das erste Mal 1408 erwähnt.

Die Urkunde wurde anlässlich eines Streites zwischen Markgraf Bernhard von Baden und dem Kloster Herrenalb ausgestellt.

Der Name „Herden bezeichnet eine Mehrzahl von Herdstellen, d.h. Haushaltungen.

Im Laufe des 15. Jahrhunderts wird der Name „Herden“ öfters in Urkunden erwähnt; in einer Urkunde des Jahres 1505 ist die Anzahl der Herdstellen mit 9 Feuerstellen festgehalten. Die Einwohnerzahl wurde im Lauf der Jahrhunderte immer größer; im Jahr 1683 waren es schon 120 Personen, 1772 knapp 440 und 1788 schon mehr als 660 Einwohner.

Dieses starke Bevölkerungswachstum hängt aufs Engste zusammen mit der seit dem Ausgang des Mittelalters wachsenden Bedeutung Hördens im Rahmen von Holzhandel und Murgflößerei.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Murgschifferfamilie Kast, deren Stammhaus in Hörden steht.

Jakob Kast baute 1592 bis 1594 im Renaissancestil das Kast´sche Stammhaus. Einige Bauteile sind erhalten geblieben und sind im 1985 bis 1991 renovierten „Kast´schen Haus“ integriert. So zählt das Portal zu den ältesten Steinbauten des Murgtals.